Google-Bewertungen löschen – rechtssichere Anleitung & Möglichkeiten (2025)

Negative oder unfaire Google-Rezensionen können Ihrem Unternehmen schaden, Kunden kosten und die Sichtbarkeit deutlich verschlechtern. Auf dieser Seite erfahren Sie wann Google eine Bewertung löscht, wie Sie selbst eine Löschung beantragen und warum anwaltliche Unterstützung die Erfolgschancen spürbar erhöhen kann.

Unsere Kanzlei prüft Ihre Rezensionen kostenlos und zeigt Ihnen die besten Schritte für eine schnelle und rechtssichere Entfernung.

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Anleitung zum Löschen von Google-Bewertungen

Kanzlei in Zahlen

40.000+

Google-Bewertungen erfolgreich gelöscht

650+

Google-Gerichtsverfahren (2025)

7 Jahre

Spezialkanzlei im Reputationsrecht

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Verfasst von Imanuel Schulz, Jurist für Online-Reputationsrecht. Zuletzt aktualisiert:

Rechtsanwalt Imanuel Schulz

Imanuel Schulz

Rechtsanwalt für Reputationsrecht

  • Spezialisiert auf Online-Bewertungen & Persönlichkeitsrecht
  • Mehr als 650 Gerichtsverfahren im Jahr 2025
  • Leitet die Fachabteilung zur Löschung von Google-Bewertungen

Dieser Ratgeber basiert auf der täglichen Praxis der Kanzlei.

„Keine Erfolgsaussichten – keine Kosten“

Wenn eine beanstandete Google-Bewertung nach juristischer Prüfung keine Löschchancen hat, entstehen Ihnen keinerlei Kosten. Sie zahlen nur bei echter Erfolgsaussicht – und auch dann zum fairen Festpreis.

Bekannt aus:

RTL Stern FOCUS Welt

Wann Google Bewertungen löscht

Google löscht eine Bewertung nur dann, wenn sie gegen die Google-Inhaltsrichtlinien oder gegen geltendes Recht verstößt. Typische Löschgründe sind:

  • Unwahre Tatsachenbehauptungen (frei erfundene Vorfälle, falsche Anschuldigungen)
  • Beleidigungen, Schmähkritik oder Hate Speech
  • Interessenkonflikte und Fake-Bewertungen (z. B. durch Mitbewerber oder Ex-Mitarbeiter)
  • Spam oder Off-Topic-Kommentare, die nichts mit der tatsächlichen Leistung zu tun haben
  • Veröffentlichung personenbezogener Daten ohne Einwilligung (Namen, interne Informationen usw.)

Wichtig: Zulässige Meinungsäußerungen, die auf einer echten Kundenerfahrung beruhen, sind in der Regel nicht löschbar.

Rechtliche Grundlagen & wichtige Urteile

Die Löschung von Google-Bewertungen basiert auf zwei zentralen Säulen: den Google-Inhaltsrichtlinien und dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht sowie dem Datenschutzrecht.

Rechtlicher Rahmen

  • Allgemeines Persönlichkeitsrecht / Unternehmenspersönlichkeitsrecht (§ 823 BGB, Art. 1 & 2 GG)
  • Datenschutzrecht (z. B. Art. 6 DSGVO bei Veröffentlichung personenbezogener Daten)
  • Strafrechtliche Normen wie § 185 StGB, § 186 StGB und § 187 StGB

Ausgewählte Gerichtsentscheidungen

  • BGH, 23.09.2014 – VI ZR 358/13: Google muss nach einem konkreten Hinweis auf rechtswidrige Inhalte prüfen und rechtsverletzende Bewertungen entfernen.
  • OLG Köln, 19.06.2020 – 15 U 89/19: Anonyme Bewertungen ohne tatsächlichen Kundenkontakt können gelöscht werden.
  • LG Hamburg, 12.01.2018 – 324 O 63/17: Ein Unterlassungsanspruch besteht, wenn die Plattform trotz offensichtlicher Rechtsverletzung nicht löscht.

Praxis-Tipp: Je konkreter ein Verstoß rechtlich begründet wird – idealerweise mit Verweis auf konkrete Normen oder Entscheidungen – desto schneller und zuverlässiger reagiert Google auf Löschanträge.

Schritt-für-Schritt: Google-Bewertung selbst melden

  1. Verstoß prüfen: Liegt ein klarer Richtlinien- oder Rechtsverstoß vor (z. B. Beleidigung, Fake, falsche Tatsachen)?
  2. Nachweise sammeln: Screenshots der Bewertung, Abläufe im Unternehmen, interne Dokumentation. Diese Unterlagen sind später wichtig.
  3. Bewertung in Google melden: Öffnen Sie die Bewertung in Google Maps oder im Unternehmensprofil, klicken Sie auf „Als unangemessen melden“ und wählen Sie den passenden Grund aus.
  4. Reaktion abwarten: Google prüft meist innerhalb weniger Tage. Bei Ablehnung sollten Begründung und Nachweise präzisiert oder anwaltlich aufbereitet werden.

Auf einen Blick: Ihre Schritte

1

Verstoß prüfen

Liegt ein klarer Richtlinien- oder Rechtsverstoß vor (z. B. Beleidigung, Fake, falsche Tatsachen)?

2

Nachweise sammeln

Sichern Sie Screenshots, interne Abläufe und weitere Belege, die den Inhalt als unzulässig belegen.

3

Bewertung melden

Bewertung in Google Maps oder im Profil öffnen und über „Als unangemessen melden“ mit Begründung einreichen.

4

Reaktion abwarten

Antwort von Google abwarten. Bei Ablehnung Begründung nachschärfen oder anwaltlich aufbereiten lassen.


Tipp: Formulieren Sie kurz, sachlich und konkret. Emotionale oder unscharfe Schilderungen senken die Erfolgschance, während klare Fakten und Belege diese deutlich erhöhen.

Selbst melden oder mit anwaltlicher Unterstützung?

Grundsätzlich können Sie unzulässige Bewertungen selbst melden. In vielen Fällen erhöht eine juristisch fundierte Begründung gegenüber Google jedoch die Erfolgschancen deutlich – insbesondere bei komplexen oder grenzwertigen Fällen.

Aspekt Selbst melden Anwaltliche Unterstützung
Aufwand Recherche & eigene Formulierung notwendig Minimaler Eigenaufwand
Erfolgschance stark abhängig von Argumentation & Nachweisen regelmäßig höher bei klaren Verstößen
Begründung subjektive Darstellung aus Unternehmenssicht juristisch strukturiert mit Verweis auf Recht & Richtlinien
Komplexe Fälle / Serien oft schwer einzuschätzen geeignet für systematische Kampagnen oder Fake-Serien

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Ablauf & Dauer der Löschung

  1. Kostenlose Erstprüfung: Analyse der Bewertung, der Hintergründe und der Rechtslage.
  2. Juristische Begründung: Ausarbeitung einer strukturierten Argumentation mit Verweis auf Rechtsprechung, DSGVO und Google-Richtlinien.
  3. Meldung an Google: Formelle Anzeige bzw. Löschantrag mit allen relevanten Nachweisen.
  4. Monitoring & Nachhaken: Überwachung der Reaktion von Google und ggf. erneutes Nachfassen.

Dauer: Erste Rückmeldungen erfolgen häufig innerhalb weniger Tage. Je nach Komplexität des Falls kann der Gesamtprozess jedoch mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Fake-Bewertungen erkennen & vermeiden

Gefälschte Bewertungen („Fake Reviews“) stammen häufig von Mitbewerbern, gekauften Profilen oder automatisierten Bots. Sie können den Gesamteindruck Ihres Profils massiv verzerren.

Anzeichen für Fake-Bewertungen

  • ungewöhnlich viele neue Bewertungen in sehr kurzer Zeit
  • identische oder sehr ähnliche Formulierungen in mehreren Rezensionen
  • fehlende konkrete Details zur Leistung, nur pauschale Aussagen
  • Profile ohne Foto und ohne weitere Rezensionen

Was Sie bei Verdacht tun sollten

  1. Dokumentation: Screenshots, Links und interne Informationen sichern.
  2. Meldung an Google: Bewertung als unangemessen melden und „Fake“ bzw. „Interessenkonflikt“ plausibel begründen.
  3. Serien oder Kampagnen: Bei gehäuft auftretenden Fake-Bewertungen empfiehlt sich eine juristische Einschätzung und ein koordiniertes Vorgehen.

Hinweis: Der Einsatz eigener Fake-Bewertungen, auch positiver, verstößt gegen Google-Richtlinien und kann zur Sperrung des Profils führen.

Video-Erklärung: Google-Bewertungen löschen – das sollten Sie wissen

Im folgenden Video werden die wichtigsten rechtlichen Grundlagen und praktischen Schritte rund um das Löschen von Google-Bewertungen übersichtlich dargestellt.

FAQ – Häufige Fragen zum Löschen von Google-Rezensionen

Wie lange dauert es, bis Google auf eine Meldung reagiert?

Erste Rückmeldungen erfolgen häufig innerhalb weniger Tage. Je nach Auslastung und Komplexität des Falls kann es jedoch auch länger dauern, bis eine Bewertung endgültig entfernt oder abgelehnt wird.

Welche Gründe akzeptiert Google für eine Löschung?

Insbesondere Verstöße gegen die Google-Richtlinien (z. B. Beleidigung, Hassrede, Fake-Bewertungen, Interessenkonflikte, Spam) und gegen geltendes Recht (z. B. üble Nachrede, Verleumdung, DSGVO-Verstöße).

Kann ich mehrere Bewertungen auf einmal melden?

Ja. Bei Serien oder Kampagnen kann es sinnvoll sein, mehrere Bewertungen gebündelt zu dokumentieren und in einer strukturierten Begründung gegenüber Google darzustellen.

Was kann ich tun, wenn Google die Löschung ablehnt?

In diesem Fall sollten Begründung und Nachweise konkretisiert werden. Bei rechtlich sensiblen oder geschäftskritischen Fällen ist eine anwaltliche Prüfung und erneute, juristisch fundierte Argumentation sinnvoll.

Kostet die Erstprüfung durch einen Anwalt etwas?

Die Erstprüfung ist in der Regel kostenfrei und unverbindlich. Für komplexe oder umfangreiche Mandate erhalten Sie vorab eine transparente Einschätzung zu Chancen und Kosten.

Quellen & Richtlinien

  • Google-Richtlinien für Beiträge & Rezensionen (Community- und Inhaltsrichtlinien)
  • Allgemeine Grundsätze des Persönlichkeitsrechts und Unternehmenspersönlichkeitsrechts
  • Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), insbesondere Art. 6
  • Strafrechtliche Normen: §§ 185–187 StGB (Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung)

Unklare oder rechtlich heikle Rezension? Wir prüfen den Fall und übernehmen die rechtssichere Begründung gegenüber Google.

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